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Mittelurbach - Am Samstagnachmittag strömten wieder Tausende - geschätzt mehr als beim 50-jährigen Jubiläum der Königstäler Narren vor fünf Jahren - zur traditionellen Dorffasnet nach Mittelurbach. Längst hat es sich herumgesprochen, dass die Königstäler Narren jedes Jahr einen närrischen Umzug auf die Beine stellen, der seinesgleichen in der ganzen Region sucht. Petrus hatte zudem für dieses närrische Topereignis frühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein pur vorgesehen.

 

Ganz dicht hatten sich die begeisterten Zuschauer entlang des Umzugswegs zusammengedrängt. Im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses bildeten sich Menschentrauben in Vierer- und Fünferreihen und die wurden dort vom Moderator Peter Bohner meisterlich und wortgewandt über das närrische Umzugsgeschehen über Lautsprecher informiert. Das diesjährige Motto „Vom ersten Date zum Traualtar - im Königstal, da wird es wahr“ erwies sich als idealer Ideengeber. Fantasievoll und mit viel Aufwand wurden Anregungen dazu umgesetzt. Der prachtvolle Umzug hatte einmal mehr das Superlativ „schönste Dorffasnet“ redlich verdient. Die Resonanz der Zuschauer war entsprechend großartig. Es wurde zu den Rhythmen der Musikgruppen gesungen, geklatscht und geschunkelt und die einzelnen Gruppen wurden mit viel Applaus bedacht

Die Organisatoren der Königstäler Fasnet mit Präsident Gerhard Frick und Vizepräsident Matze Grünvogel an der Spitze und all die weiteren Macher hatten in den letzten Wochen in vielen Stunden fantasievolle Kostüme genäht, viel gebastelt und dazu bewundernswerte Wagenaufbauten hergestellt. Traditionsgemäß wurde der 34 Gruppen umfassende große Umzug vom Fahnenträger (Holger Eckerle), dem Büttel (Simon Frick), der Kindergarde (Dorothee Bertrand) und dem Narrensamen (Kindergarten St. Michael) angeführt.

Schon allein die acht präsentierten Wagenaufbauten mit den begleitenden Fußgruppen ließen erkennen, welch immense Vorarbeiten geleistet worden waren. Dazu gehörte die Gruppe des Präsidenten Gerhard Frick, der mit Mikrofon in der Hand beim Wagen „Bauer sucht Frau“ ausdauernd nach Partnerinnen suchte. Die Gruppe Bosch/Altvater zeigte auf, wie eine Blitzhochzeit in Las Vegas abläuft. Dazu gehörten auch die mit Pfeil und Bogen bewaffneten „Amor-Schützen“, die ausschwärmten, um neue Liebschaften zu treffen. Matze Grünvogel lenkte einen fahrbaren Kaufladen, denn für eine Hochzeit braucht man auch reichlich Geschirr. Das Angebot war umfassend. Auf dem Handwagen führte die Gruppe Uwe und Heike Fesseler eine prächtige Hochzeitstorte mit und verteilte leckere Stücke. Die Gruppe um Konne Rothacher war als Hochzeitslader unterwegs und gewährte Einblicke in den Wagenaufbau mit der sinnigen Bezeichnung „Brautbett gucka“. Nicht zu übersehen war die „Königstäler Photobox“ der Gruppe Buschbacher/Pohl, denn schließlich will man dieses „Wedding-Ereignis“ auch fototechnisch verewigen. Was wäre solch eine prachtvolle Hochzeitsfeier ohne Knalleffekte. Dafür sorgte die Gruppe Claus Frick/Schwarz/Mader mit viel Getöse und einem Mega-Knaller. Ein ganzer Schwarm von Hochzeitsgästen hatte sich um einen Brautentführungswagen gebildet. Die Gruppe Jutta und Karl Fluhr führte das nett geschmückte Gefährt mit und konnte sich darüber  freuen,  dass sogar „Brautritter“ der Gruppe Marina Söndgens angeheuert worden waren. Eine große Ministrantenschar (Leitung Niklas Schwarz), die zum zweiten Mal das Umzugsgeschehen bereicherte, führte mit dem in Großbritannien entwickelten Dating-Portal „Tinder für Rinder“ vor, wie heute sogar für das Rindvieh digital vermittelte Fortpflanzung ermöglicht wird. Natürlich wurde beim Umzug auch vorgeführt, was alles im Vorfeld eines solchen Bündnisses auf Dauer von Wichtigkeit ist. So zeigte die Gruppe Wolz/Müller in einem fleißig wiederholten Übungskurs auf, wie man richtig küsst, denn auch Küssen will gelernt sein. Die Gruppe von Ralf Frick organisierte den „Junggesellenabschied“ mit einer rauschenden Party. Zu einem solch festlichen Ereignis gehören auch Tauben, deshalb umflatterten in fleckenlosem Weiß die Mitglieder der Gruppe Caro Amann die festliche Hochzeitsgesellschaft. Durch ein schnell gebildetes Spalier der Gruppe Hubert Nold schritt ein prachtvoll gekleidetes Brautpaar und auch die Gruppe Knitz/Rieger hatte sicherlich lange geübt, wie man die Brautsträuße in die Höhe wirft. Wie schnell die Liebe entflammen kann und wie sie dann lodert, demonstrierte augenfällig die Gruppe von Carolin Schletter. Passend dazu hatte auch die Mennisweiler Gruppe ein Thema gewählt mit „Fiona Shrek auf Hochzeitstour“. Willkommene Gastgruppen glänzten ebenfalls mit ihren Einfällen. So führten Sami Vogel und seine Freunde „Speed Wedding“ variantenreich und sogar mit einer Segnung in der mitgeführten Kapelle vor Augen.

Stets dabei mit prächtiger Kostümierung ist die Waldseer Fasnetsgruppe von Brigitte Baumann. Dieses Mal gab sich die Gruppe ganz majestätisch vom Wiener Kaiserhof mitsamt dem begleitenden Infanterieregiment. Eine wahre Augenweide bildeten die „Funkenmariechen“ der befreundeten Waldseer Zunftratsgarde. Zu den weiteren Gastgruppen gehörten die „Aachtalgoischter“, bekannt als Wassermer Gruppe und die und Fußballer des SV Reute (Sven Sürgand), die in den Jahren zuvor noch als Schokoküsse verteilende „Neger“ aufgetreten waren. Dieses Mal wurde von höherer Stelle angeordnet, dass wegen eventueller Diskriminierung afrikanischer Menschen, diese Kostümierung nicht mehr zugelassen sei. Erfreulich war, dass die große Reutener Gruppe wieder dabei war als prachtvolles Team „Kunterbunt“ mit dem geänderten Narrenruf „Regen-Bogen“. Mit ihrer tollen Kostümierung wurde die Reutener Gastgruppe der neuen Namensgebung voll gerecht.

Für die  flotten Klänge und Schunkelmelodien sorgten beim Umzug und auch danach beim närrischen Treiben im Dorf  ganz fleißig die Stadtkapelle Bad Waldsee, die Musikkapellen aus Haisterkirch und Molpertshaus, die“ Halli Galli Band“ aus Alttann, die Musikband „Katzenwäldele“ aus Bergatreute, die heimische Lumpenkapelle Urbach'l. und der Fanfarenzug Bad Waldsee.

 

Text und Bilder von Rudi Martin

 

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