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Mittelurbach - Zum zweiten Mal in der 66-jährigen Geschichte der Königstäler Fasnet wurde das Ende der Fasnetssaison 2020 im Freien auf dem Vorplatz des Dorfgemeinschaftshauses gefeiert. Bedingt durch das windige, unwirtliche Wetter hatten sich weniger Zuschauern als in den Jahren zuvor eingefunden. Über dem Urbachtal waren dunkle Regenwolken aufgezogen und verdeckten gerade den Sichelmond, als die treuesten, aktiven Narren im Fackelzug zum Schauplatz um den Narrenbaum zogen.

 

Aus dem Dunkel der Nacht kam der Trauerzug. Eine Abordnung der Sammlerkapelle spielte den Trauermarsch, der von den lauten „Oh jerum, oh jerum“-Rufen sogar übertönt wurde. Ganz hinten wurde auf einem Leiterwagen die noch leere Königstäler Fasnets-Truhe mitgeführt. Das Trauerszenario wurde mit Lichteffekten geschickt beleuchtet und immer wieder wurde so auch der auf die Hexe am Narrenbaum gelenkt.

 Die Rolle des „Fasnetspfarrers“ hatte wiederum Peter Bohner übernommen, während ihm Präsident Gerhard Frick als „Mesner“ diente.  Die Trauerrede klang überzeugend. Dazu gehörten traditionell die närrischen Litanei-Bitten, die für Erheiterung sorgten. Vielstimmig wurde je nach Anspielung auf das weibliche oder männliche Geschlecht geantwortet „Nix für uns“ oder, „Ja, des isch was für uns“.

 Inzwischen wurde intensiv im weiten Rund des Dorfplatzes nach der Königstäler Fasnet 2020 gesucht. In die Rolle der Fasnets-Darsteller waren die Mäschkerle Theo Altvater und Moritz Schwarz geschlüpft, Bevor der Kistendeckel verschlossen wurde, reichte man ihnen noch Brot, einen Ring Schwarzwurst und das obligatorische Schnipsle, um so dann wohl gestärkt den fastnächtlichen Ruhezustand bis Dreikönig 2021 überdauern zu können

Die „Fasnet“ wurde reichlich mit Mottenpulver bestreut. Schon ganz souverän trugen die beiden Buben weitere Fasnetssprüche vor und verkündeten der umstehenden, wehklagenden Trauergemeinde, dass ja nächstes Jahr an Dreikönig die „Fasnet“ wieder aus der Truhe steigen und im Königstal zu neuem Leben erweckt werde.

Den Machern der Königstäler Fasnet wurde auch dieses Jahr von vielen Seiten Komplimente in Hülle und Fülle zuteil, denn schließlich  hatten sie mit ihrem diesjährigen Fasnetsangebot mit zwei Bällen, dem Narrenbaumsetzen, der Kinderfasnet, der Entmachtung der politischen Obrigkeit und dem tollen Fasnetsumzug mit dem „Liebesnest Königstal“  wieder ganz Großartiges geleistet.

 Dem Präsidenten Gerhard Frick war es ein besonderes Anliegen, zum Fasnetsende noch seinen Dank aussprechen zu können.  All den Machern der Königstäler Fasnet insbesondere allen Aktiven dankte er von ganzem Herzen für das gezeigte, großartige Engagement. Die Unentwegten feierten danach das Fasnetsende übrigens auch im Freien und dies  bei heißen Getränken und der obligatorischen Schwarzwurst.

 

Bericht und Bilder: Rudi Martin

 

 

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