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Reute-Gaisbeuren - Besser hätte der Sonntagabend nicht enden können. Thomas Müller, neuer Chorleiter der Chöre Ton in Ton und Reutissimo hatte mit beiden zu einem Gemeinschaftskonzert ins Dorfgemeinschaftshaus Gaisbeuren geladen. Die gestrige Premiere fand in Markdorf statt und hatte dort die Feuertaufe hervorragend bestanden. Reutissimo konnte sich auf ein gefülltes Haus, welches bis auf den letzten Stuhl besetzt war, freuen.

 

 

Herzlichst begrüßte Juliane Dobner als Vorsitzende und frischgebackene Mama die Gäste. Einen herzlichen Gruß ging in die Reihen an Rudolf Forcher Bürgermeister i.R., dem amtierenden Ortsvorsteher Achim Strobel, sowie den ehemaligen Ortsvorstehern, ehemaligen Dirigenten und Dirigentinnen.

 

Rückblickend ist sie stolz, auf das was der Chor in so kurzer Zeit geschafft hat. Vor sechs Monaten konnte Thomas Müller als neuer Dirigent gewonnen werden und vor vier Monaten reifte der Entschluss ein Gemeinschaftskonzert mit Ton in Ton zu gestalten.

 

Thomas Müller begrüßt das Publikum auf charmante Weise und gibt einen kurzen Abriss über die Lieder des ersten Programmteils. Er tritt an dem Abend nicht nur als Dirigent sondern auch als Ansager und Begleiter am E-Piano in Erscheinung.

 

 

15 stimmgewaltige Frauen treten auf die Bühne und beweisen, dass die Arbeit mit dem Dirigenten Früchte getragen hat. Auch sie haben in Thomas Müller vor etwa sechs Monaten einen Chorleiter gefunden der ganz zu ihnen passt. Es ist eine spürbare Harmonie im Chor zu finden. Der erste Teil des Abends war geprägt von englischen Liedern die mit präzisen Stimmen, und ganzem Körpereinsatz gefühlvoll vorgetragen wurden. Der Rhythmus übertrug sich auf das Publikum das freudig bei den Stücken mitwippte. Sehr überzeugend waren die Damen im Bass, die immer einen großartigen Rhythmik Background zauberten. Zum schmunzeln brachte Möller das Publikum als er bat bei dem Lied Frauen sind anders, besonders hinzuhören. Manchmal wurde es ihm schon ganz „anders“ während der Probenphase. Ein buntes Stimmengewirr war zu vernehmen in dem Song, der am Schluss die Folgerung zuließ, Frauen sind anders – aber soooo wunderbar.

Gabriellas Song aus dem Film „Wie im Himmel“ wurde in der Deutschen Übersetzung vorgetragen mit einem Text, der unter die Haut geht.

 

 

In die Pause entlassen und mit Häppchentellern gestärkt vom Buffett überzeugte auch der Chor Reutissimo von der erfolgreichen Probenarbeit der letzten sechs Monate. Thomas Müller stellte sich dem Publikum vor und wie er den Beginn seiner Arbeit in Reute empfunden hatte. Begeistert erzählt er, wieviel Spaß es macht, mit dem Chor zu arbeiten. Auch strenge Worte haben die Sänger und Sängerinnen nicht verschreckt, im Gegenteil sie wurden gestärkt, was man mit dem heutigen Auftritt absolut bestätigen kann. Allein die Tatsache das von den acht Vortragsstücken fünf Neue Stücke dabei sind, zeigt von der intensiven fruchtbaren Arbeit.

 

Die Zuhörer mussten lachen, als der Chorleiter einen Einblick in die Übung einer Probeeinheit gibt. Dem Chorleiter die Zunge rausstrecken und dabei singen, war für viele eine völlig neue Erfahrung. Harte Arbeit war auch an der Aussprache manchmal nötig, denn nicht immer ist das oberschwäbisch im Lied gewollt.
35 Kräftige Stimmen zeigten, dass Ihnen Weit, weit weg von Hubert von Goisern keine Probleme bereitet sogar auch den österreichischen Dialekt zu pflegen.

 

Mit dem Stück Air von Georg Friedrich Händel bekam das Publikum vom Chor ein Stück präsentiert, dass zeigte, man muss nicht immer Texte singen, Stimmen allein können ein Lied darbieten.

Rammstein zählt zur erfolgreichsten Rockband Deutschlands. Mit ihrem ungewöhnlich brachialen Musikstil sollte man nicht meinen, dass dies so von einem Chor dargeboten werden könnte. Reutissimo überzeugte mit einer bravourösen Darbietung.

 

 

Auch der zweite Programmteil belohnte den Chor mit einem nicht enden wollenden Applaus. Zwei Chöre waren somit dem Publikum eine Zugabe schuldig. Adiemus war hierfür ein erneuter Vortrag über die erfolgreiche Chorleitung der beiden Chöre. Doch auch dies war den Zuhörern nicht genug, so dass es noch zu einer gemeinsamen Auflage des Vortragsstück „E Oru O“ aus dem zweiten Programmteil.

 

Mit einer herzlichen Verabschiedung durch Juliane Dobner, welche nicht am Lob und Dank den beiden Damen der Deko – Gertrud Schmid und Liesel Maucher, Doris Miller für ihre geduldige Bereitschaft um die Belange der Halle und allen Helfern im Hintergrund ohne die dies alles gar nicht möglich gewesen wäre. Ein Dank ging natürlich auch an den Maestro Thomas Müller, der sichtlich gerührt war ob der Bezeichnung. Als besonderer Dank bekam er eine Dose „Cola Fläschchen“ die er so gerne isst und etwas Gutes Gesünderes dazu.

 

Eine besondere Überraschung gab es zum Schluss noch. Juliane Dobner ist nicht nur seit zwei Wochen frischgebackene Mama, sondern hatte am heutigen Tag auch noch Geburtstag. Dies nahm der Dirigent zum Anlass ein Geburtstagsständchen mit den Chormitgliedern und dem Publikum für sie zu singen.

Die Stimmung der Besucher war durch die Bank geprägt von Begeisterung und dem Wunsch, dass es nicht bei diesem einen gemeinsamen Auftritt bleiben möge. Im Gespräch mit Mitgliedern von Ton in Ton aus Markdorf wird bereits daran gearbeitet, denn im Jahr 2020 steht bei diesem Chor das 10-jährige Bestehen an.

 

 

Text und Bilder von Steffi Rist
 

 

 

 

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