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Reute-Gaisbeuren - Die größte Teilortgemeinde Bad Waldsees – Reute-Gaisbeuren, ist bekannt dafür, viel für das Brauchtum und die Traditionspflege auf die Beine zu stellen. So ist es auch schon lange ein guter Brauch am Sonntag nach dem Aschermittwoch, dem sogenannten Funkensonntag ein Funkenfeuer anzuzünden. Bild: Einen beeindruckenden Funken errichteten wieder die Funkenbauer aus Möllenbronn-Tannweiler.

 

Hierzu braucht es eine Menge engagierter junger Menschen, die bereit sind, bereits vor Weihnachten an den Wochenenden in den Wald zu gehen, Holzstangen und Holz für den Funkenbau zu holen. Ebenso notwendig sind Firmen und Landwirte, die bereit sind diese Tradition finanziell, mit Maschinen oder bereitstellen von Acker und Wiese zu unterstützen. Das ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.

 

Sehr engagiert sind die Funkenbauer von Kümmerazhofen bereits seit Jahren und stellen ihren Funken beim Chorherrenweg. Bereits vor Sturm Sabine war der Funken weit sichtbar über die Flure. Das erste Sturmtief Ruth brachte jedoch eine böse Überraschung, die den Funken gehörig ins Wanken gebracht hat. Dank Unterstützung schwerer Maschinen und geschickter Arbeitsweise wurde der Funken wieder geradegerückt und mit bewährten Totmannsäckern stabilisiert so dass Sturm Sabine und auch die folgenden Stürme dem hohen Funken nichts mehr anhaben konnten. Gut gesichert mit Stahlseilen stand er da wie eine eins. Inklusive Hexe ragt er etwa 22 m in den Himmel. Insgesamt waren an den Arbeiten 17 – 20 Leute am Bau beteiligt. Der Durschnitt bei jedem Einsatz hingegen lag bei etwa 5 Personen, was zeigt welche Leistung da erbracht wurde. Verantwortlich für den Funken ist Manuel Ott von allen OTTO genannt. Im Gespräch mit dem Funkenbauerteam wurde berichtet, dass es sich bei der Truppe wohl um die bestaussehensten Funkenbauer zwischen Kempten und Ulm handeln würde. Humor haben sie auf jeden Fall und davon ziemlich viel.

 

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Auf dem Bild sind 10 Funkenbauer des großen Teams zu sehen. V.l. Manuel Ott, Simon Borsutzki, Luis Kibler, Florian Gütner, Andreas Hepp, Lukas Hepp, Niklas Sonntag, Lars Payer, Andre Sonntag und Urban Botzenhard.

 

Ein weiteres überaus engagiertes Funkenteam stellen die Funkenbauer von Möllenbronn-Tannweiler dar. Ihnen ist es in diesem Jahr gelungen ein Team von 6 jungen Nachwuchsfunkenbauern auf die Beine zu stellen. Mit viel Engagement sorgt Armin Roth dafür, dass der Club neue Sprösslinge aktiviert. Sein Sohn Adrian (12) ist bereits seit vielen Jahren mit dabei und hat den Vater als Vorbild. Auch der Sohn von Peter Merk – Leo (10) ist von klein auf mit dem Funkenbau aufgewachsen. Der Vater von Anton (5), Magdalena (8) und Josef (7) Wolfgang war viele Jahre beim Bauen dabei und ist stolz, dass seine Kinder nun mit Freude in die Tradition reinwachsen. Auch Adrian (8 ½) Bohner ist mit Riesen Begeisterung bei der Sache. Stolz haben die sechs ihren Funken präsentiert und stolz verkündet, dass sie im kommenden Jahr die Größe von 7 m übertrumpfen wollen.

 

In diesem Jahr wurde der Funkenplatz auf einen anderen Acker von Frank Hörmann verlegt, da er den üblichen für eine Anpflanzung benötigte. Um auch den Funkenwagen mit Verpflegungsstation gut platzieren zu können, zeigte sich Karl Nold großzügig und stellte seine Wiese zur Verfügung. Besonderer Höhepunkt in diesem Jahr war die Musikalische Begleitung des Fanfarenzuges Reute. Ein Teil der Funkenbauer spielt auch bei den Fanfaren und somit waren heute einige dann im Doppeleinsatz.Über einen kleinen Funken durfte sich Geburtstagskind Markus Mock freuen. Ebenso Mitglied im Funkenclub und genau am heutigen Tag Geburtstag zu haben, brachte seine Kollegen auf die Idee ihm einen kleinen Funken zu bauen, den er zuhause aufstellen kann.

 

Es zeigte sich, dass dieser Platz sehr gut geeignet ist, da der Durchgangsverkehr wegblieb und es so große Scharen an Menschen anzog. Wer weiß, vielleicht stellt sich dieser Platz ja als geeignet dar. Auch der Funken der „großen“ Funkenbauer zeigte eine gute Form – weithin sichtbar und überaus gelungen. Hier wurde auch bereits seit vor Weihnachten an vielen Samstagen Waldarbeiten und Vorbereitungen vollzogen, um am heutigen Sonntag einen Funken zu präsentieren. Wie in jedem Jahr war für Verpflegung bestens gesorgt und es musste keiner von den Besuchern hungrig oder durstig nach Hause gehen.

 

Ebenso hatte Gaisbeuren einen Funken, der jedes Jahr durch die Kyffhäuser Gemeinschaft erstellt wird.

 

Die Funkengruppen freuen sich über viele Follower bei Instagram.

Funkenbauer Kümerazhofen findet man unter: funken_kuemmerazhofen
Funkenbauer Möllenbronn-Tannweiler ist unter: funken_tannweiler_moellenbronn

 

Es gilt allen ein großes Lob für ihren Einsatz alte Traditionen am Leben zu erhalten und weiter zu pflegen.

 

 

Bericht und Bilder: Steffi Rist

 

 

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