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Reute - Passend zum meteorologischen Frühlingsbeginn am 1. März eröffnete Chorleiterin und Organistin Bernadette Behr an der Orgel das Konzert zum ersten Fastensonntag. In unterschiedlichen Klangvarianten intonierte sie das Frühlingslied „Spring Song for Organ - Op. 10, Nr. 4“ von Charles W. Pearce. Nahezu alle Register der Orgel ließen den Frühlingswind, wilde Blumen, Vogelgesang und grüne Wiesen die zahlreichen Besucher in der großen Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul, Reute beeindruckend erleben. Bild: Ausnahmlos aus eigenen Reihen gestaltete der Kirchenchor das Konzert zum 1. Fastensonntag.

 

„Gott hält die Welt in seinen Händen“ unter diesem Motto erklangen geistliche Werke aus verschiedensten Zeitepochen. Gleich zu Beginn zeigte der auf 45 Sänger gewachsene Chor bei einem Werk von Heinrich Schütz „Also hat Gott die Welt geliebt“, einem fünfstimmigen Chorsatz mit Taktwechsel unter dem präzisen Dirigat von Behr sein exzellentes Können. Nach dieser musikalischen Eröffnung freute sich Cornelia Arnold-Weiss als Vorsitzende über den so zahlreichen Besuch aus nah und fern. Voller Stolz erwähnte sie auch, dass dieses anspruchsvolle Konzert ausschließlich mit Sängerinnen und Sängern aus den eigenen Reihen bestritten wird.

 

Danach trat Bernadette Behr ans Mikrofon: „Beschwingt und voller Freude begrüßten wir Sie mit dem Chorsatz ‚Kommt herzu, lasst uns fröhlich sein‘. Mit sorgfältig ausgewählten Chorwerken, tauchen wir - gemeinsam mit Ihnen - ein in die Schönheiten unserer Erde. Ein musikalischer Querschnitt durch die Epochen vom Frühbarock bis zur Neuzeit greift mit jedem einzelnen und besonderen Werk Naturereignisse und Weltanschauungen auf. Passend werden unsere gesungenen Worte illustriert mit beeindruckenden Fotografien unseres Chormitglieds Siegbert Arnold“.

 

Aus Anlass des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven stand ein klangstarker „Gassenhauer“ „Die Himmel rühmen“ auf dem Programm. Am Piano begleitete Schwester Maria Franziska Bachmann überzeugend in für Beethoven typischer homophoner, ausdruckstarker und klangbetonter Kompositionstechnik. Anmutig und zärtlich folgte vom selben Komponisten „Gott deine Güte“. Klangvoll, feierlich und mit freundlich sanftem Finale überzeugte der Chor bei “Jauchzet dem Herrn alle Welt“. Ein besonderes Highlight war hier ein achtstimmiger Solochor, gesungen von achtzehn Sängerinnen und Sänger aller Stimmlagen und folgend „Hebe deine Augen auf zu den Bergen“ (Felix Mendelsohn-Bartholdy).

 

Von Johannes Brahms folgte „Ach arme Welt“ und „Die Meere - Duett Op. 20, Nr. 3“. Als Solistinnen glänzten dabei wieder einmal mehr Marion Schluck (Sopran) und Martina Maucher (Alt). Langsam, sanft, ruhig, Piano-Nuancen mit zentralem Crescendo folgte „In stiller Nacht“. Der Text beschreibt, was Jesus am Abend des Gründonnerstags empfindet. Bei „Der Mond ist aufgegangen“ (Max Reger) hatten Angelika Jedelhauser, Josef Schmid und Ottmar Schmid zum Gesang des Chores Sprechrollen. Sechsstimmig, von Piano bis fortissimo, erklang ausdruckstark von Gerhard Günther „Schall der Nacht“. Aus dem „Gotteslob“ begeisterte neues geistliches Liedgut unter Pianobegleitung von Schwester Franziska: „Ich seh‘ empor zu den Bergen“ und „Wäre Gesanges voll unser Mund“.

 

Dreistimmig, triolisch schlicht folgte von Christoph Lehmann „Alles was atmet“. Bei „Wasser, Feuer, Erde, Luft“ von Hans-Joachim Eißler wurden die vier Elemente synkopisch, stark und dynamisch vorgestellt. Mit dem populären „Look at the world“ (John Rutter) folgte ein weiterer exzellenter Höhepunkt des Konzertabends. „Lass Friede sein auf Erden und lass den Frieden mit mir beginnen“, mit dieser Botschaft aus dem Werk „Let there be peace on earth" von Sy Miller/Jill Jackson setzte der Chor einen eindrücklichen Schlusspunkt unter sein Konzert.

 

Der große Erfolg des Chores spiegelt das musikalische und pädagogische Können sowie das große Engagement der Kirchenmusikerin Behr wider. Vorsitzende Cornelia Arnold-Weiss dankte der Chorleiterin für ihre musikalische Arbeit aber auch für ihre Freundschaft und überreichte ihr für jetzt 20-jähriges Wirken in Reute ein Präsent. Mit Standing Ovation der etwa 250 Konzertbesucher endete das knapp 90-minütige Kirchenkonzert.

 

Anstelle von Eintrittsgeld wurde um Spenden für eine in den nächsten Jahren erforderliche Renovierung der Kirchenorgel gebeten.

 

 

Bericht und Bilder: Rudi Heilig

 

 

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Bild: Vorsitzende Cornelia Arnold-Weiss (links) dankt Bernadette Behr für 20 erfolgreiche Jahre in Reute.

 

 

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