20gebet wuBad Wurzach - Jeden Freitag nach dem 9.00 Uhr-Gottesdienst wird zu normalen Zeiten auf dem Gottesberg der Segen mit der Heilig-Blut-Reliquie gespendet. Jetzt nach der Osterwoche spenden wir jeden Tag zum Abschluss des 19.00 Uhr-Abendgottesdienstes den Segen mit der Reliquie. Das werden wir so halten, solange wir den Gottesdienst hinter verschlossenen Türen begehen müssen.

 

 

 

 

24impuls

Bild: Der verwundete Auferstandene

 

 

Die Welt ist von Gott gesegnet seit er sie aus dem Nichts, nämlich aus keinem anderen Grund als aus Liebe erschaffen hat. Das gilt zu jeder Zeit, auch heute, da wir mit der Corona-Krise zu kämpfen haben. Aber in solchen Zeiten fällt es uns nicht leicht, daran zu glauben, dass wir gesegnet sind. Umso wichtiger sind gerade jetzt die Zeichen des Segens, die immer neue Zusage, dass Gott an unserer Seite steht, dass er seine Hand über uns hält.

 

Wir feiern die Auferstehung des Herrn, dass er Leid und Tod überwunden hat. Aber das heißt nicht, dass er nicht mehr mitfühlen könnte, dass ihn unser Schicksal nicht mehr berühren würde. Das machen die Wunden des Auferstandenen deutlich, von denen in den Evangelien immer wieder die Rede ist. Bei der abgebildeten Statue zeigt der Auferstandene deutlich auf seine Wunden. Das heißt, auch in der Herrlichkeit Gottes bleibt er empfindsam, mit anderen Worten, Gott selbst nimmt Anteil, geht unsere Wege mit, sorgt sich um uns, freut sich mit uns. In allem auf und ab, immer.

 

Aber Gott schaut nicht nur mit Wohlwollen auf uns, er geht auf uns zu, er inspiriert uns und weckt in uns Geduld, Solidarität, Ideen, Erfindergeist, damit wir die Zumutungen des Lebens bestehen und bewältigen können. Das zeigt sich gerade jetzt wieder in der allgemeinen Krise der Gesundheit. Gott stärkt das Gute, das er in uns Menschen von Anfang an angelegt hat. Und selbst dort, wo wir seine Gaben einmal mehr, einmal weniger außer Acht lassen oder wo Menschen sie sogar verachten, lässt Gott uns nicht im Stich, mit ihm können wir rechnen, er bleibt uns nahe. Dafür steht das Kreuz, in dem die Heilig-Blut-Reliquie gefasst ist, dafür steht die kostbare Reliquie, die kraftvoll darauf hinweist: Gott kann uns leiden, er hat Sympathie für uns und niemand braucht Angst haben, sie zu verlieren. Vergessen wir das nicht!

 

All das sagt Gott mit jedem Segen. Hier auf dem Gottesberg dürfen wir ihn mit dem so sinnenfälligen Zeichen der Heilig-Blut-Reliquie geben. Mit seiner Zusage will Gott unser Herz erreichen, es mit Trost, Kraft und Zuversicht erfüllen. Der Segen Gottes lässt sich nicht einschließen, er dringt auch durch verschlossene Türen. Wo wir auf ihn hoffen, kommt er an und schafft, ausgehend von der Seele, Heilung und Heil, immer wieder, bis hinein in unseren Alltag.

 

Weil wir davon überzeugt sind, spenden wir nun jeden Tag mit der Heilig-Blut-Reliquie vom Gottesberg aus den Segen für die Stadt Bad Wurzach, für alle Men-schen unserer Region und nicht zuletzt für alle, die mit dem Gottesberg besonders verbunden sind.

 

 

P. Konrad Werder SDS

Bild: Salvatorianerkloster Gottesberg, Pater Konrad Werder SDS

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