15Melkroboter statt Melkschemel 02Wangen – „Die Leute haben eine falsche Vorstellung von Landwirtschaft. Heute hüpft keine Magd mehr fröhlich mit dem Melkschemel unter dem Arm über den Hof. Heute laufen die Kühe selbständig zum Melkroboter“, stellt Hans-Joachim Fuchtel fest. „Landwirtschaft und Gesellschaft triften immer mehr auseinander. Wir haben immer weniger Landwirte, die immer mehr Verbraucher versorgen.Bild: In der Mitte Axel Müller MdB (vierter von rechts) und PStS Hans-Joachim Fuchtel MdB (dritter von rechts). Mit dabei waren unter anderem Franz Pfau, stellvertretender Leiter des Landwirtschaftsamts Ravensburg (ganz links), Roswitha Geyer-Fäßler, stellvertretende Vorsitzende des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben (zweite von links), Landwirt Wolfram Schädler (zweiter von rechts) und Martin Bauhofer, Geschäftsführer der Bauhofer-Käserei in Kofeld



Wir müssen dafür sorgen, dass diese Kluft wieder kleiner wird und ein positiveres Bewusstsein für die Landwirte und ihre Probleme entsteht“, so Fuchtel. Zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Axel Müller besuchte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft vergangene Woche mehrere landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Ravensburg.


Die Politiker ließen sich von den heftigen Schneefällen im Allgäu nicht abschrecken und statteten dem Hof von Wolfram Schädler in Unterholz einen Besuch ab. Neben Landwirten aus der Region waren Franz Pfau, stellvertretender Leiter des Landwirtschaftsamts Ravensburg, Roswitha Geyer-Fäßler, stellvertretende Vorsitzende des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben und Martin Bauhofer, Geschäftsführer der Bauhofer-Käserei in Kofeld, nach Unterholz gekommen.


Landwirt Wolfram Schädler stellte den Gästen seinen Betrieb vor. „Wir sind ein Familienbetrieb. Wir haben 150 Milchkühe und bewirtschaften etwa 90 Hektar Land. Wir sind ein ganz normaler Hof.“
„Normal“. Was früher normal war, wird immer mehr zur Ausnahme, die Zahl derer, die ihren Lebensunterhalt von und durch die Landwirtschaft bestreiten, sinkt.


Das gilt auch für den Landkreis Ravensburg. „Einem Landwirt stehen immer mehr Verbraucher gegenüber“, erklärte Bundestagsabgeordneter Axel Müller. „Und diese Verbraucher wissen oft nicht mehr, welche Arbeit hinter den Lebensmitteln steckt, die sie einkaufen, und mit welchen Problemen Landwirte heutzutage konfrontiert sind.“ Ein mangelndes Wissen, das sich auch in einer zu geringen Wertschätzung und einem zu geringen Preis niederschlägt, findet Müller. „Unsere Lebensmittel sind im europäischen Vergleich viel zu billig. Franzosen und Italiener geben wesentlich mehr fürs Essen aus, als wir Deutsche das tun.“ Dabei weist die heimische Landwirtschaft mit 33 Prozent eine hohe Exportquote auf. „Diese hohe Quote spricht für eine hohe Qualität. Unsere Produkte sind im Ausland begehrt“, betonte Hans-Joachim Fuchtel.


Der Parlamentarische Staatssekretär forderte aber auch die Agrarwirtschaft als Ganzes auf, sich mit den Anforderungen und Erwartungen der Gesellschaft an landwirtschaftliche Erzeugung auseinanderzusetzen. „Damit die moderne Landwirtschaft in Deutschland weiterhin gute Zukunftsaussichten hat, dürfen die Produktionsmethoden nicht im Widerspruch zu gesellschaftlichen Erwartungen stehen.“ Dazu leiste die Bundesregierung mit einer Reihe von Maßnahmen ihren Beitrag, so Fuchtel.




Presseinformation Axel Müller Mitglied des Deutschen Bundestages


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